Veranstaltungsreihe zum 13. Februar

Seit Jahren gedenken am 9. November Antifaschistinnen und Antifaschisten den Opfern der Pogrome im Jahr 1938. Bundesweit finden an diesem Tag Mahnwachen, Kranzniederlegungen und Gedenkveranstaltungen statt. Nicht so im Jahr 2009. Anstelle eines stillen Gedenkens fallen sich am Brandenburger Tor zwei „Riesen“, gefolgt von Deutschland, in die Arme. Die Einheit Deutschlands übertönt am 9. November 2009 die Erinnerung an die Opfer der Shoah.

Richtigstellung (Pressemitteilung)

Theorie und Diskussion statt „Nahkampf und Agitation“ – Zur nachträglichen
Diffamierung eines antifaschistischen Jugendcamps

Am 01.12.2009 erschien in der Tageszeitung „Der Tagesspiegel“ ein Artikel über das von uns (Bündnis antifaschistischer Gruppen Hessen) organisierte Jugendantifa-Camp vom 19.08. bis zum 23.08.09 im Vogelsbergkreis/Hessen. Dieser erschien unter dem reißerischen Titel: „Nahkampf und linke Agitation im Zeltlager“ und wurde unter anderem von „Zeit-Online“ übernommen. Durch die Ausführungen des Autors werden Falschmeldungen gestreut und die Teilnehmer_innen und Veranstalter_innen somit diffamiert. Um dieser Kriminalisierung und Falschdarstellung entgegen zu treten wollen wir im Folgenden einige Anschuldigungen richtig stellen.

Antifaschistisches Sommercamp 2009

Achtung! Verlängerter Anmeldeschluss bis zum 14. August 2009!
Aus Sicherheitsgründen geben wir den genauen Ort, an dem das Camp stattfinden wird, erst nach Anmeldeschluss und nur für alle erfolgreich angemeldeten TeilnehmerInnen bekannt.

Vom 19. bis zum 23. August 2009 wird das B.A.S.H. in Kooperation mit weiteren antifaschistischen Gruppen ein antifaschistisches Camp in Hessen veranstalten.

Die Teilnahmegebühr beträgt 25 Euro. Darin enthalten ist die Verpflegung und der Zeltplatz.

Hier geht's zum Aufruf, zum Konzept oder direkt zur Anmeldung.

Am 1. August Nazis im Hinterland aufmischen

Die hessische NPD plant am 1. August 2009, einen Doppelaufmarsch in Friedberg und Nidda durchzuführen. Als Anlass dienen die jeweiligen örtlichen Moscheen sowie die damit verbundene Angst vor „Überfremdung und Islamisierung“. Da der NPD-Bundesvorsitzende Udo Voigt als Redner angekündigt ist, muss wohl mit etwas mehr als nur einigen Wetterauer Dorf-Nazis gerechnet werden. Die regionale Gegenmobilisierung besteht bisher ausschließlich aus bürgerlichen Zusammenhängen. Einige dieser Protagonisten haben zudem ein höchst zweifelhaftes Politikverständnis. Es gibt also aus autonomer linksradikaler Perspektive mehr als genug Gründe, selbst für den 1. August zu mobilisieren und an diesem Tag eigene Akzente zu setzen.

* 30.7, 20 Uhr - Infoladen im AK44 Gießen - letzte Infoveranstaltung
* 01.8, 09 Uhr - Bahnhofsvorplatz Friedberg - Naziaufmärsche verhindern

* Antifa R4 / Gi

Thesen gegen den Staat

Achtung! Dieser Text wird gerade diskutiert und gibt in der momentanen Fassung nicht die Meinung aller im B.A.S.H. vertretenen Gruppen wieder!


Anlässlich der hessischen Landtagswahl 2008 haben wir, das Bündnis antifaschistischer Gruppen Hessen (BASH), eine kleine Kampagne zur Kritik an der bürgerlichen Demokratie im Allgemeinen und dem Wahlkampf im Besonderen durchgeführt.

Das Ziel der Kampagne war auf der einen Seite auf die Kontroll- und Herrschaftsmechanismen der bürgerlichen Demokratie aufmerksam und dementsprechend auch Werbung für eine linke Organisierung jenseits des Staates zu machen. Auf der anderen Seite ging es darum, den Wahlkampf, als den Versuch soziale Brüche, Kämpfe und Prozesse wieder auf den Staat zu beziehen, ganz praktisch zu stören. Im Folgenden wollen wir einige Diskussionen, die im Rahmen der Kampagne, aber auch darüber hinaus, für die antifaschistische Linke in Hessen praktisch und theoretisch eine Rolle gespielt haben, noch mal aufgreifen.

Aufruf zur Kampagne "Statt wählen gehen - Regierung stürzen"

Es dient keiner Herrschaft, wenn ihre Technik den Beherrschten zu Bewusstsein gebracht wird.
(Johannes Agnoli)

It’s your choice…

Ende Januar 2008 wird in Hessen gewählt. Und - egal ob Studiengebühren, Ausweitung der Kameraüberwachung, immer neue Befugnisse für Polizei und Geheimdienste, rassistische Stimmungsmache gegen MigrantInnen, Debatten über „Nationalstolz“ und andere Stammesritten, Einschränkung von demokratischen Mitbestimmungsmöglichkeiten, usw. - wahrscheinlich würde jeder einigermaßen fortschrittliche Mensch drei Kreuze machen, wenn die CDU-Regierung in Hessen bei den Landtagswahlen endlich abgewählt würde. Schließlich ist Hessen unter Roland Kochs Regierung in vielerlei Hinsicht „Spitze“. Geradezu mustergültig hat sein Kabinett soziale Rechte abgebaut und gleichzeitig den Ausbau des Polizei- und Sicherheitsstaates vorangetrieben. Die Formierung zum nationalen Standort für den globalen kapitalistischen Wettbewerb hat sie gegen den - teilweise - heftigen Widerstand von vielen Menschen durchgesetzt. Nicht zu vergessen ein Politikstil und eine Performance, welche die Ablösung der CDU-Landesregierung nicht zuletzt auch zu einer ästhetischen Aufgabe macht. Ein Regierungswechsel könnte wohl, unbestritten, manches „netter“ machen.

Syndicate content